Mit Geschlossenheit und klarer Rückendeckung hat die CDU im Flecken Ottersberg ihren Bürgermeisterkandidaten für die Wahl im September dieses Jahres nominiert: Reiner Sterna soll für die Christdemokraten ins Rennen gehen. Auf der Nominierungsveranstaltung stimmten jüngst alle 30 anwesenden Mitglieder für den 61-Jährigen – ein einstimmiges Votum, das als starkes Signal für den anstehenden Wahlkampf gewertet wird.
Sterna ist in der Kommunalpolitik kein Unbekannter. Seit mehr als 25 Jahren engagiert er sich auf verschiedenen Ebenen, gehört seit 2001 dem Ortsrat Posthausen und dem Gemeinderat an und ist seit 2006 Kreistagsabgeordneter im Landkreis Verden. Dort übernahm er unter anderem den Vorsitz des Kreistages sowie das Amt des stellvertretenden Landrats. Auch lokal bringt er Führungserfahrung mit: Als Ortsbürgermeister von Posthausen und Vorsitzender des Heimatvereins ist er tief im Gemeindeleben verwurzelt.
MIT AUSDAUER ANS ZIEL
Beruflich arbeitet der gelernte Sozialversicherungsfachangestellte seit über vier Jahrzehnten im Gesundheitswesen, aktuell als Servicezentrumsleiter bei Deutschlands drittgrößter Krankenkasse sowie teilweise freigestelltes Personalratsmitglied. Daneben engagiert er sich seit 1996 ehrenamtlich als Versichertenberater der Rentenversicherung. In seiner Vorstellungsrede betonte Sterna, Organisationstalent und Ausdauer seien Voraussetzungen, um Beruf, Ehrenamt und Politik zu vereinen – Eigenschaften, die er auch ins Bürgermeisteramt einbringen wolle.
Seine Motivation für die erneute Kandidatur begründete Reiner Sterna mit seiner engen Verbundenheit zur Gemeinde. Bereits 2020 war er gegen Amtsinhaber Tim Willy Weber angetreten und knapp unterlegen. Rückblickend hob er hervor, danach bewusst auf Konfrontation verzichtet zu haben: Sachlich sinnvolle Projekte habe er unabhängig von der politischen Urheberschaft unterstützt. Kommunalpolitik funktioniere nur gemeinsam, so sein Credo.
ZAHLREICHE SCHWERPUNKTE
Inhaltlich skizzierte Sterna bei der Nominierung eine Reihe von Schwerpunkten. Ein zentrales Anliegen ist für ihn die Stärkung der Attraktivität des Kernortes Ottersberg. Bürgerbeteiligungsformate wie Bürgerräte sollen Ideen bündeln und Entwicklungsimpulse liefern. Parallel setzt er auf Wirtschaftsförderung: Die Sicherung und der Ausbau von Arbeitsplätzen, etwa durch neue Gewerbeflächen, seien entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde. Als Beispiel nannte Sterna die "erfolgreiche Entwicklung der Tierkliniken".
Großen Raum nahm auch das Ehrenamt ein. Vereine, Initiativen und insbesondere die Freiwilligen Feuerwehren verdienten mehr Unterstützung und Wertschätzung. Denkbar seien zusätzliche Formen der Anerkennung für Führungskräfte, etwa bei Altersvorsorgemodellen – zunächst als Prüfauftrag formuliert. Ebenso wichtig sei ihm soziale Daseinsvorsorge: Projekte nach dem Vorbild einer "Dorfkümmerin", die ältere alleinstehende Menschen besucht und unterstützt, könne er sich auch für den ländlich geprägten Flecken vorstellen.
GENERATIONEN IM BLICK
Generationenübergreifendes Denken zog sich als roter Faden durch seine Rede – von Kinderbetreuung über Berufsstart bis Pflege im Alter. Infrastrukturthemen wie Straßen- und Radwegesanierungen sowie Verkehrsbelastungen, etwa entlang der Landesstraße 155, sieht Sterna als Daueraufgaben, bei denen die Kommune beharrlich gegenüber anderen Behörden auftreten müsse.
Auch die Zusammenarbeit mit Ortsräten will Sterna intensivieren. Diese seien "Augen und Ohren vor Ort" und unverzichtbar für funktionierende Kommunalpolitik. Zudem sprach er sich für neue Netzwerke und Ideenschmieden aus, um Fachwissen aus Bürgerschaft, Wirtschaft und Vereinen frühzeitig einzubinden.
VON HAUSTÜR ZU HAUSTÜR
Unterstützung erhielt Sterna auf der Veranstaltung auch aus den Reihen der Partei. Der Landtagsabgeordnete Marco Mohrmann gehörte zu den Gästen. Die Botschaft des Abends: Geschlossen in den Wahlkampf zu gehen und das Bürgermeisteramt 2026 zurück zur CDU zu holen. Zum Abschluss seiner Vorstellungsrede kündigte Sterna einen bürgernahen Wahlkampf an. Nach Ostern wolle er Haustürgespräche führen, zu Wohnzimmerrunden einladen und den direkten Dialog suchen. Sein Anspruch: zuhören, Ideen aufnehmen und Brücken bauen. Mit der einstimmigen Nominierung von Reiner Sterna ist nun auch für die Ottersberger Christdemokraten der Startschuss ins Wahljahr 2026 gefallen. Nun richtet sich der Blick auf den Wahltermin im September – und auf die Frage, ob Sterna im zweiten Anlauf die Spitze des Fleckens Ottersberg erobern kann
Quelle: Achimer Kurier vom 18.02.2026


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